«... Sie macht das auf intelligente, gewandte und humorvolle Art. Auch ihr neustes Buchprojekt behandelt einen historischen Stoff, und die Textproben versprechen Unterhaltung vom Feinsten ...»

Auszug aus der Laudatio anlässlich der Übergabe des Werkbeitrages Literatur des Kantons St. Gallen

ZUM ROMAN

 

1909 steht die überschuldete Stadt Ulysses (Kansas) vor der Pfändung. Um dem langen Arm der Investoren zu entkommen, verschieben die Bewohner die gesamte Stadt drei Meilen nach Westen. Eine true Story, die sich vor rund hundert Jahren in den Weiten der Prärie zugetragen hat und sich wie eine Parodie auf die heutige Schuldenwirtschaft liest.

 

Rund um diese wahre Begebenheit werden zeitlich und räumlich weite Bögen gespannt, und die Geschichte wird mit schrägen, liebenswerten und auch tragischen Figuren bevölkert, die ihrerseits einen Weg zum Glück suchen. Schauplätze sind nicht nur Amerika, sondern auch die St. Galler Stiftsbibliothek, das Münchner Kreuzviertel oder das indische Ajanta. 

 

INHALT

 

Den Schweizer Buchhalter Ferdinand Ulrich und den Münchner Geigenbauer und Musiker Aloysius Brandl zieht es am Ende des 19. Jahrhunderts nach Amerika. Ferdinand lässt St. Gallen hinter sich, um endlich die Welt zu erkunden, und der gut aussehende Aloysius möchte möglichst schnell berühmt werden. Beide reisen auf dem gleichen Schiff nach New York – der Schweizer im komfortablen Oberdeck, der Bayer mit all den anderen armen Glückssuchern und einem kleinen ungarischen Mädchen im Unterdeck. Turbulente Zufälle führen die drei zusammen, und gemeinsam erreichen sie die verrückte und boomende Kleinstadt Ulysses in Kansas. Beinahe hätte die Liebe die beiden Männer dort festgehalten, doch die Abenteuerlust drängt sie weiter. Erst zwanzig Jahre später kehren sie nach Ulysses zurück und treffen auf eine Stadt am Abgrund. Die Bewohner und auch die eigenwillige Betsy, an die Ferdinand einst sein Herz verloren hatte, brauchen dringend ein Wunder.

 

 

 

Obwohl ein historischer Stoff, wird in einer modernen Sprache erzählt, wie es zwischen 1888 und 1909 in den endlosen Weiten der Great Plains zur «Verschiebung der Welt» kommen konnte.

 

Europa Verlag Zürich

320 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-906272-36-8

 

Unterstützt durch

KULTURFÖRDERUNG KANTON ST. GALLEN

 

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Leseprobe
Von einem, der auszog, die Welt zu verschieben
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POSTKARTEN spielen im Roman eine wichtige Rolle. Deshalb wurde eine Serie mit drei verschiedenen Sujets gestaltet. 

Die unsichtbare Grenze, Roman

«Nie wieder wollten sie den Leibhaftigen bei seinem Bad stören und hofften, dass er dafür Dorf und Bewohner verschonte. Das blieb auch viele Jahrhunderte lang so. Bis einer die unsichtbare Grenze, die das Gute vom Bösen trennte, übertrat.»

Am Ende des 19. Jahrhundert, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell, das abgeschnitten vom Rest der Welt liegt, wächst der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und 

flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich zu studieren - seine grosse Liebe Elfi muss er zurücklassen.  

In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton Devlin, der in Oxford Medizin  

studiert hat und wie ein Besessener auf der Suche nach dem Bösen ist. Als ihm Andreas die

Teufels-Sage von Fanell erzählt, wittert Clifton die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf droht. Er reist hinterher und versucht, die Katastrophe zu verhindern. 

 

Unterstützt durch UBS KULTURSTIFTUNG

 

312 Seiten, gebunden oder als E-Book

ISBN 978-3-905811-89-6

Europa Verlag Zürich

Der Roman »Die unsichtbare Grenze« war

- Buch des Monats bei Orell Füssli und Thalia

- Buch des Monats in der Buchhandlung Maggi

   Ilanz

- Platz 3 Bestsellerliste der AVA Verlagsaus-

   lieferung

- an vielen Lesungen, unter anderem an den

   Literaturtagen Rapperswil

 

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Der Trailer zum Roman. Realisiert hat ihn die Filmerin Fabienne Boesch aus Zürich. Gedreht wurde an Originalschau-plätzen im Valsertal.

Leo & Ludwig, Roman

«Wissenschaftler und Ärzte waren stets von der Erscheinung der Brüder fasziniert, aber das war eher berufliches Interesse wie jenes für Schusswunden und Schädelbrüche, für Cholera und die Pest. Ein paar Engländerinnen, deren Leben sich träge im Luxusrausch dahinzog, fanden die Zwillinge very exciting, so, wie sie dressierte Pudel und kartoffelgroße Diamanten very exciting fanden.»

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kommt eine mittellose junge Frau aus der Uckermark nach Berlin und findet eine Stelle im Nussbaum, einer Destille. Sie lässt sich mit dem Sohn eines Indus-triellen ein, wird schwanger und bringt siamesi-sche Zwillinge zur Welt, die untrennbar mitein-ander verbunden sind. Zwillinge, die ebenso gegensätzlich sind wie Berlin, dieses qualmende Ungeheuer zwischen Fortschritt und Rückstän-digkeit, Kronleuchtern und Schattenleben.

Da die Mutter nach der Geburt stirbt und den Namen des Vaters mit ins Grab nimmt, kommen die Knaben ins städtische Waisenhaus. Dort macht der Anstaltsarzt eine verwirrende Entdeckung: Obwohl siamesische und somit eineiige Zwillinge, hat Leo dunkles Haar, Ludwig 

dagegen blonde Locken. Nach und nach wird klar, dass die äußeren Unterschiede nur das Innere der Brüder widerspiegeln. Leo ist kalt und dominant, während sich Ludwig zu einem sensiblen Träumer entwickelt. Mit Hilfe des berühmten Professor Virchow, einem Experten für die Missgeschicke der Natur, gelangen die Brüder in die Obhut eines Psychiaters. Er nimmt sie in seine verwunschene Villa auf und erkundet die Abgründe dieser unglei-chen Seelen, die in einem Körper gefangen sind. 

 

Eine Geschichte über Normalität und Abweichung, die Suche nach dem eigenen Ich, nach der Liebe und den Wurzeln. Neben historischen Persönlich-keiten wie Rudolf Virchow und Heinrich Zille spielen mit: Fabrikanten, Irrenärzte und die glor-

reiche Elektrizität, Schmalspurganoven, bucklige Gärtner, Geister, windige Reporter, Huren, Säufer, Flöhe und Wanzen.

 

LITERARISCHE AUSZEICHNUNG

DES KANTONS ZÜRICH

 

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448 Seiten, gebunden oder als E-Book 

ISBN 978-3-937717-36-4 

Dittrich Verlag Berlin 



«Mit einem miesen Gefühl folge ich der Beamtin, die mich vor das Untersuchungsgefängnis fährt und in eines der Vernehmungszimmer geleitet. Ein nüchterner Raum, wie man ihn aus älteren Krimiserien kennt. Über dem Heizkörper zwei vergitterte Fenster, in der Mitte ein Tisch mit vier Stühlen. In der Wand neben der Tür die dunkle Glasscheibe, hinter der die Herren Kommissare und Staatsanwälte stehen, um im Verborgenen dem Verbrechen zu lauschen. Ein Justizbeamter führt Wing herein, nimmt ihm die Handschellen ab und verlässt den Raum wieder. Der Junge wirkt anders als gestern. Seltsam teilnahmslos. Ich frage mich, ob er überhaupt begreift, was er getan hat. Wir setzen uns am kleinen Tisch gegenüber. Er schaut kurz auf die dunkle Scheibe in der Wand hinter sich.»

Der Kurzkrimi «Missbrauchte Hände» wurde aus über 600 Einsendungen für den Agatha-Christie-Krimipreis 2014 nominiert. Die 25 besten Geschichten sind in der Anthologie »Heute hier, morgen Mord« zusammengefasst.

Der Agatha-Christie-Krimipreis wird vom Krimi-festival München, von der Buchhandlung Hugen-dubel, dem FISCHER Taschenbuch Verlag und dem Frauen-Magazin »Für Sie« verliehen. www.fischerverlage.de/agatha_christie_krimipreis


Der Tod der weißen Könige, Roman

New York 2031: Die Neue Welt versinkt in Agonie. Da rütteln der farbige Musiker Facer und sein weißer Manager Tom mit politisch brisanten Songs die Jugendlichen auf. Sie bringen eine Bewegung ins Rollen, die den American Way of Life infrage stellt.

Obwohl Gerry ununterbrochen quatschte, lenkte er seinen Wagen, dessen Lichtmaschine er angeb-lich vor einigen Wochen gegen zwei Flaschen Fusel, ein T-Shirt und einige Konserven einge-tauscht hatte, sicher durch das Häuserlabyrinth. Und das, obwohl es beängstigend dunkel war.

«Nur noch zwei Straßen, dann sind wir am Dirty Rat Boulevard.»

 

 

 

«Was zum Kuckuck ist der Dirty Rat Boulevard?», fragte ich.

«Du weisst aber auch gar nichts, Junge. Das sind diese Streifen zwischen den Stadtteilen, zwischen den Slums und den Arbeitervierteln, zwischen Schwarzen und Weißen. So 'ne Art Grenze, nur weniger schön. Ein gottverdammtes Stück Land, auf dem es nur Unkraut und Hundescheiße gibt.»

Der Roman ist im Ullstein Verlag Berlin erschienen. Vergriffen.

 

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